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Gesundheitsnews



Sport gut bei Demenz
Bewegung unterstützt Hirnfunktionen

Körperliche Bewegung fördert die Gedächtnisleistungen und beugt einer Demenzerkrankung vor. Eine aktuelle Studie untersucht, welcher Mechanismus dem positiven Effekt auf die kognitive Leistung möglicherweise zu Grunde liegt.
Bewegung hilft Gedächtnis auf die Sprünge

Etwa 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Demenz, meist als Folge einer Alzheimererkrankung. In der Altersgruppe zwischen 56 und 70 Jahren sind 1 bis 5 Prozent der Menschen an Alzheimer erkrankt. Die Häufigkeit der Erkrankung verdoppelt sich in 5-Jahresschritten, so dass bei den 75- bis 80-Jährigen bereits bis zu 20 Prozent betroffen sind. Personen mit Demenz weisen eingeschränkte Gedächtnis- und Hirnleistungen wie Bewegungs- und Sprachstörungen auf, die ihnen einen selbstbestimmten Alltag oft unmöglich machen.

Neben dem Alter, Übergewicht, hohen Blutfettwerten und Rauchen schätzen Experten einen Mangel an Bewegung als sehr bedeutsamen Risikofaktor für Alzheimer ein. Eine mögliche Erklärung, wie Sport das Fortschreiten einer Demenz positiv beeinflussen kann, liefert ein Forscherteam um Fernanda De Felice von der Universität Rio de Janeiro. Die Wissenschaftler wiesen im Tiermodell im Bereich des Hippocampus, einem Gehirnareal mit zentraler Schaltfunktion, verminderte Mengen des Botenstoffes Irisin und seines Vorläuferproteins FNDC5 nach. Steigerten sie die Irisinkonzentration im Gehirn der Tiere, vernetzten sich deren Nervenzellen und Hirnabschnitte besser untereinander. Dieser Prozess bildet die Grundlage für Lern- und Erinnerungsvorgänge.
Muskelbewegung setzt Irisin frei
Über den Blutkreislauf und die Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) gelangt Irisin ins Gehirn, nachdem Muskelzellen es bei körperlicher Betätigung freisetzten. „Noch fehlt der Nachweis durch klinische Studien, aber der FNDC5/Irisin-Spiegel könnte ein […] Link zwischen Muskeln und Gehirn sein“, bewertet Prof. Richard Dodel, Lehrstuhlinhaber an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, die Studienergebnisse.

Auch andere Studien an älteren Teilnehmern mit und ohne kognitive Einschränkungen zeigten, dass regelmäßiges Training ihre Gedächtnisleistung und ihre Sprachkompetenz verbesserte. Dodel betont: „Diese […] Ergebnisse belegen, dass eine beginnende Demenz durch körperliche Aktivität positiv beeinflusst werden kann. Ob die Beeinflussung tatsächlich durch den FNDC5/Irisin-Mechanismus erfolgt […], lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen. Die positiven Effekte von Sport auf die Gedächtnisleistung sind insgesamt gut belegt, so dass wir jedem empfehlen, körperlich aktiv zu sein.“

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie

12.06.2019 DGA | Quelle: apotheken.de / Simone Lang

O-Beine durch intensives Fußballspielen
Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS)

Noch immer streiten Experten darüber, ob intensives Fußballspiel in der Jugend zu O-Beinen führt oder ob die Auswahl der jungen Spieler, die vermehrte Zahl an O-Beinen im Kollektiv mit sich bringt, weil diese fraglich besser dribbeln können. Dr. Florian Wolf, Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie von der Arbeitsgruppe 3D-Chirurgie der Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirugie der LMU München stellt auf dem internationalen Kongress der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin dazu eine wissenschaftliche Studie vor. Das Ergebnis: ein intensives Fußballtraining in der Jugend erhöht das Risiko für die Entwicklung von O-Beinen signifikant.

„Der Hauptgrund dafür scheint in den noch aktiven, offenen Wachstumsfugen begründet. Diese schließen sich regelhaft bei Mädchen zum 14./15. Lebensjahr, bei Jungen sogar erst zum 16. Lebensjahr. Möglicherweise entstehen durch das intensive Training bei wiederholten Mikrotraumata schädigende Effekte am Schienbeinkopf. Daraus können später Deformitäten am Schienbein resultieren“, so Wolf. Durch die O-Deformierung werden die Strukturen auf der Innenseite des Kniegelenkes stärker belastet. Dies kann mit zunehmendem Alter zu einer Kniegelenks-Arthrose und später bis zur Notwendigkeit eines künstlichen Kniegelenkes führen.

Patienten mit O-Beinen oder Schmerzen am inneren Kniegelenksspalt sollten sich einer sorgfältigen klinischen und radiologischen Untersuchung mit Analyse der Beingeometrie unterziehen. Ab einem bestimmten Grad der Abweichung, beziehungsweise der Beschwerden, ist eine Achskorrektur der Beine zu erwägen, so die Mediziner.
Wolf: „Dabei greifen wir operativ je nach Ort der Deformität am Schienbeinkopf oder Oberschenkelknochen in Kniegelenksnähe, selten auch an beiden Knochen ein. Bei der klassischen Methode wird nach Durchtrennung des Knochens mit Platten die korrekte Beinachse fixiert. Falls bei einer begleitenden Verdrehung der Knochen die Füße sehr weit nach innen oder außen stehen, die Hüften ungünstig eingestellt sind oder gar zusätzlich eine Beinlängendifferenz vorliegt, wird eine Korrektur mit Marknägeln bevorzugt“

Besonders die Umstellungs- und oder die Verlängerungs-Operationen mit Marknägeln lassen sich mit kleinsten Zugängen, sozusagen minimal-invasiv durchführen. Die Patienten gehen im Anschluss durchschnittlich vier bis sechs Wochen unter Teilbelastung an Gehstützen und können dann wieder sportlich aktiv sein.

Eine nur leichte O-Bein-Stellung, ohne anhaltende Beschwerden sollte erstmal konservativ behandelt werden. Dabei empfiehlt sich z.B. das Meiden besonderer Spitzenbelastungen, Kräftigung der Muskulatur, eine Schuhaußenranderhöhung und die Gabe entzündungshemmender Medikamente.

„Unsere Ergebnisse zum Leistungssport würden wir gerne mit Vereinen und Sport- und Trainingswissenschaftlern weiter erörtern, um gegebenenfalls die betroffenen jugendlichen SportlerInnen frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Anpassungen des Trainings umzusetzen, so der Mediziner.

Für ihre Studie analysierte die Arbeitsgruppe 3D-Chirurgie der LMU München systematisch die vorhandene Literatur und fasste die Ergebnisse anschließend wissenschaftlich zusammen. Dabei schloss die wissenschaftliche Analyse internationale Studien mit zusammen über 1300 jungen männlichen Leistungssportlern im Fußball und vergleichbar große Kontrollgruppen ein.

Das Phänomen der O-Beine bei heranwachsenden Leistungssportlern wird im Übrigen in geringerem Ausmaß auch bei anderen high-impact Sportarten wie Tennis, Handball und Volleyball beschreiben. Auch hier werden als Ursache die häufigen, schnellen Richtungswechsel vermutet.
Die Forscher betonen ausdrücklich, dass die Ergebnisse nicht auf den Breitensport zu übertragen sind – im Gegenteil: Der Breitensport ist wichtig und förderlich für die Entwicklung der Heranwachsenden!

Raus aus dem Bürostuhl
Schon kurze Sporteinheiten können das Leben von Büroangestellten verlängern

In einer neuen Studie der University of Sydney wurde untersucht, ob körperliche Aktivität die Gesundheitsrisiken des zu langen Sitzens ausgleichen kann. Die Antwort, die wohl viele Büroangestellte weltweit beruhigen dürfte, lautet: Ja - schon 20-40 Minuten mäßiger bis intensiver Bewegung am Tag reichen aus, um die Risiken zu reduzieren oder gar gänzlich zu eliminieren. Das dürften selbst die größten Sportmuffel hinbekommen.

Sitzen wird oft als "das neue Rauchen" bezeichnet, aber es ist unklar, ob das Sitzen an sich oder der Mangel an körperlicher Betätigung den Schaden verursacht. Lange Zeit war auch unklar, welches Maß an mäßiger bis starker körperlicher Aktivität - von Routinetätigkeiten wie dem zügigen Gehen zur Arbeit bis hin zu Sport und gezielter Bewegung - dieses Risiko kompensieren könnte.

Eine neue Studie hat nun den Zusammenhang zwischen langem Sitzen und einem vorzeitigen Tod sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht und abgeschätzt, welches Maß an mäßiger bis starker körperlicher Aktivität das Gesundheitsrisiko des Sitzens ausgleichen könnte.

Die Wissenschaftler haben ein statistisches Modell erstellt, in dem sie in einem Zeitraum von über neun Jahren die körperliche Aktivität von fast 150.000 Studienteilnehmern ab 45 Jahren mit den Daten des Sterberegisters verglichen haben.

Die Kernbotschaft der Studie lautet, dass körperliche Aktivität besonders wichtig für Menschen ist, die viel sitzen. Weniger zu sitzen sei zwar ein guter Anfang, reiche aber nicht aus: für jene Menschen sei es besonders wichtig, täglich eine Form der Bewegung in ihren Alltag zu integrieren.

Das Ersetzen von Sitzen durch körperliche Aktivität - aber nicht durch Stehen - reduziere das Sterblichkeitsrisiko bei Menschen, die mehr als sechs Stunden am Tag sitzen, so der Erstautor der Studie, Professor Emmanuel Stamatakis vom Charles Perkins Centre und von der Prevention Research Collaboration an der School of Public Health der University of Sydney.

"In unserer Studie war in den am wenigsten körperlich aktiven Gruppen die im Sitzen verbrachte Zeit konsistent mit der allgemeinen vorzeitigen Mortalität sowie mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit tödlichem Ausgang - also bei jenen Menschen, die weniger als 150 Minuten körperlicher Aktivität mittlerer bis starker Intensität pro Woche ausüben, so Professor Stamatakis.

"Zum Beispiel hatten Menschen, die körperlich inaktiv waren und mehr als acht Stunden am Tag saßen, ein um 107 Prozent höheres Risiko für einen kardiovaskulären Tod als diejenigen, die sich mindestens eine Stunde am Tag körperlich betätigten und weniger als vier Stunden saßen."

Dabei sei eine Stunde körperlicher Aktivität am Tag gar nicht nötig.

"Die Einhaltung der Empfehlung der australischen Gesundheitsbehörden von 150 bis 300 Minuten pro Woche - das entspricht durchschnittlich etwa 20-40 Minuten am Tag - scheint das Gesundheitsrisiko des Sitzens bereits zu eliminieren", so Professor Emmanuel Stamatakis.

Die Studie wurde in der führenden Publikation für Kardiologie, dem 'Journal of the American College of Cardiology', veröffentlicht und von der University of Sydney in Zusammenarbeit mit der Norwegian School of Sports Sciences, dem Norwegian Institute of Public Health und der britischen Loughborough University durchgeführt.

Körperliche Aktivitätseinheiten, die den derzeitigen Empfehlungen von mindestens 150 Minuten mittlerer Intensität oder 75 Minuten starker Intensität entsprechen, können demnach den Einfluss des Sitzens auf das kardiovaskuläre und allgemeine Mortalitätsrisiko reduzieren oder sogar gänzlich eliminieren.

Professor Stamatakis betont, dass die Ergebnisse sowohl für Gesundheitsexperten und Gesundheitspersonal als auch für Menschen, die viel sitzen, wie z.B. für Büroangestellte und andere mit einer sitzenden Tätigkeit, nützlich sein können.

"Jede Form der Bewegung ist gut für die Gesundheit, aber eine körperliche Aktivität von mittlerer bis starker Intensität - also eine Aktivität, die die Menschen aus der Puste bringt - ist die effektivste und zeiteffizienteste", so Professor Stamatakis.

"Sport und Gymnastikübungen können die Aktivität steigern, aber sie sind nicht die einzige Option - schnelles Gehen, Treppensteigen und Radfahren, um von Ort zu Ort zu gelangen, sind nur einige der vielen Möglichkeiten, die der Alltag bietet, um sich zu bewegen und manchmal sogar ein wenig aus der Puste zu kommen."